Neu:     Immer 3

Das Spiel zum Rechnen und  Rechnenlernen.

Für die Schule und die ganze Familie.

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Nächste Einzelfortbildungen:

16.10. Zehner und Zeh- nerübergang im 1. Schulj.

25.10. 1x1 inklusiv

6.11.Rechenbrett und Einführung der schrift-        lichen Rechenverfahren

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Dr. Klaus Rödler
Reuterweg 69
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Mathe inklusiv: Rechnen durch Handeln
Mathe inklusiv: Rechnen durch Handeln

Beruflicher Lebenslauf

Ich wurde 1956 als Sohn einer Metzgerfamilie, also in einen Familienbetrieb hinein geboren.  Vielleicht kommt von diese m Hintergrund nicht nur mein Interesse an Zahlen, sondern auch mein sinnlich-praktisches Verhältnis zu diesen.

Nach dem Zivildienst in der Kinder- und Jugendarbeit, begann ich an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität das Studium von Mathematik und Politik für das gymnasiale Lehramt. Die Unzufriedenheit mit dem Lehrangebot, insbesondere in Mathematik, ließ mich einen zweiten Versuch in Marburg starten. Nachdem es dort auch nicht besser war und ich meine Lehrerperspektive in diesem Studium nicht aufgehoben fand, brach ich das Studium nach abgeschlossener Zwischenprüfung in Mathematik (Note 1) ab und plante ursprünglich in eine Landkommune  nach Irland zu gehen.  Durch die Mathe-Fachschaft bekam ich aber parallel Kenntnis von den Freien Schulen und daher nahm ich Kontakt mit der Freien Schule Frankfurt auf und änderte meine Reisepläne dahin, dass ich freie Schulen in Großbritannien besuchte. Gleichzeitig wechselte ich auf das Studium für das Lehramt für Haupt- und Realschule, das ich 1983 beendete und auf Diplom-Pädagogik.

1980 bis 1983 arbeitete ich an der Freien Schule Frankfurt . Durch mein paralleles Studium stieß ich auf die Hamburger Versuchs- und Gemeinschaftsschulen, einen Schulversuch, bei dem in Hamburg vier große öffentliche  Schulen 1918 nicht nur von den Lehrzielen sondern auch von den Lehrplänen befreit wurden. Da es kaum Literatur darüber gab, machte ich mich auf die Suche nach noch lebenden  Schülern und Lehrern, was 1987 in meine Dissertation ‚Vergessene Versuchsschulen‘ mündete.

 

Der ‚Rausschmiss‘ aus der Freien Schule und ein erster gescheiterter Anlauf in´s Referendariat führten zu der Überzeugung, dass ich mich mehr mit mir und meiner Psyche beschäftigen sollte. Von 1983 bis 1987 nahm ich an verschiedenen Therapiegruppen aus dem Bereich Gestalttherapie/ Bioenergetik teil und auch im Anschluss nutzte ich das Privileg einer psychotherapeutischen Lebensbegleitung.

 

Im zweiten Anlauf absolvierte ich an der Jenaplanschule in Ulmbach  mein Referendariat in einer jahrgangs- gemischten Lerngruppe (2.-4. Klasse), und ergänzte meine Ausbildung durch Montessori-Diplom und Grund-schulzusatzprüfung.

 

Ebenfalls in dieser Zeit bekam ich meine zwei Kinder und heiratete ich, was vor allem dahingehend folgenreich war, dass mein erster Sohn aufgrund einer vorgeburtlichen Schädigung behindert ist. Durch ihn habe ich zwangsläufig viel darüber gelernt, dass Pädagogik Grenzen hat, dass nicht alles erreichbar ist, dass es einen glücklichen Lebensweg jenseits der vertrauten Normen gibt und dass man als Elternteil mit seinem Kind immer - und mit einem behinderten Kind ganz besonders - irrational verwoben ist. Durch ihn ich Schülereltern gegenüber milder geworden und fällt es mir leichter, auch ernste Probleme in vertrauensvollen Gesprächen zu thematisieren.

 

1990 übernahm ich an der Liebfrauenschule in Frankfurt meine erste 1. Klasse.

Die Liebfrauenschule war damals eine Schule mit einer eher unterschichtig geprägten Schülerschaft. Ein Ausländeranteil von gut 90% und mehrere in Hotels wohnende Flüchtlingskinder prägten die Klassenzusammen-setzung. Im zweiten Durchgang ab 1994 kam dann noch dazu, dass ich eine I-Klasse übernahm.

In dieser Klasse wurde ich zum ersten Mal dramatisch mit der Tatsache konfrontiert, dass manche Kinder einfach nicht das Rechnen lernten. Da sie darüber hinaus auch noch den Spaß am Rechnen verloren, beschloss ich in der 3. Klasse, ganz neu anzusetzen. Statt Rechenunterricht machte ich Sozialkunde. Und war erfolgreich damit! 1998 habe ich in Heft 6 der GRUNDSCHULE über diesen Weg des Rechenlehrgangs geschrieben, den ich in den Folgejahren konzeptionell ausgebaut habe.

 

1999 wechselte ich an die Elsa-Brändström-Schule (Frankfurt), eine Schule mit ganz anderer Schülerschaft. Etwa 2/3 Mittelschicht und gehobene Mittelschicht, etwa 1/3 Kinder wie an der Liebfrauenschule. Das gab mir die Möglichkeit, meine didaktischen Überlegungen in diesem sehr heterogenen Umfeld zu erproben. Als ich mir nach 8 Jahren ein Sabbatjahr gönnte, nutzte ich dieses, um mein Konzept aufzuschreiben. So entstand das Buch ‚Erbsen, Bohnen, Rechenbrett – Rechnen durch Handeln‘.

 

Während all der Jahre hatte ich schon über Schule geschrieben. Daneben habe ich begonnen Fortbildungen durchzuführen und auch im Rahmen verschiedener Universitäten mit Lehrveranstaltungen durchzuführen, zuletzt im Sommersemester 2005 als Vertretungsprofessor an der Uni Duisburg-Essen und 2005-2007 mit einem Lehrauftrag an der J-W-Goethe Universität (Frankfurt) zum Thema ‚Rechnen lernen unter Berücksichtigung sonderpädagogischer Schwerpunkte’.

 

Etwa 2005 beschloss ich, mich ganz auf die Mathematik und mein Konzept ‚Rechnen-durch-Handeln‘ zu konzentrieren. Daher akkreditierte ich mich beim IQ-Hessen als Fortbildner für Mathematik. Seit 2006 habe ich an Schulen und für einzelne Lehrkräfte gut 200 Fortbildungen durchgeführt.

 

2013 übernahm ich an der Elsa-Brändström-Schule (Frankfurt) eine Inklusionsklasse. (24 Kinder, davon 5 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf/3x LH, 1x GE, 1x soz.em.) Diese bot mir die Gelegenheit, mein Konzept im Blick auf den inklusiven Anspruch zu erproben.

 

Meine Frage war, ob es möglich ist, den gesamten Mathematikunterricht als gemeinsamen Unterricht im Sinne der Arbeit am gemeinsamen Gegenstand zu verwirklichen.

Es zeigte sich, dass das machbar ist, wenn man mit einigen Gewohnheiten des Rechenlehrgangs bricht. Bis ins 4. Schuljahr hinein fanden in meiner I-Klasse 80-90% des Unterrichts in dieser Form des gemeinsamen Unterrichts statt. Nur sehr vereinzelt waren differenzierte Aufgabenstellungen und individuelle Seitenwege für einzelne Kinder nötig.

 

Wie dies möglich wurde, was die Grundlagen eines im ernsten Sinne inklusiven Mathematikunterrichts sind, das zeige ich Schulen und interessierten Lehrkräften in meinen Fortbildungen und habe ich mit der Reihe ‚Mathe inklusiv‘ und dem ‚Ratgeber für das 1./2. Schuljahr‘ auch öffentlich zugegänglich und diskutierbar gemacht. (Siehe Literatur)

 

Weitere Arbeitsfelder

1991 – 1993                 Gründung und Leitung des Vereins ‚Reformpädagogische Grundschule’

1998 – 2000                 Mitarbeit als Autor bei der Konzeption und Erstellung des

                                     Mathematikwerkes LEONARDO-Mathematik (Diesterweg Verlag)

2001 - 2003                  Mitherausgeber der Grundschulzeitschrift

Seit 2007                      Entwickler und Autor von Spielen

4. 2008                         ‚international expert’ für die GTZ in Libyen

Veröffentlichungen

Sonstiges

Ich tanze gerne, vor allem argentinischen Tango, und biete unter dem Titel ‚Tango querbeet‘ hin und wieder Milongas an.

 

In der Frankfurter Neuen Presse vom 26.5.2017 findet sich ein Artikel, der ein Interview zum Thema Inklusion zusammenfasst.

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